Lehrportfolio: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Lehrportfolio dokumentiert Ihre Entwicklung als Lehrpersönlichkeit und kann dem Antrag der [[:category:Leistungszulage]] oder ihren Bewerbungsunterlagen beigelegt werden.  
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Im Folgenden ist der Aufbau eines möglichen Lehrportfolios beschrieben. Alternativen finden Sie z.B. im Artikel [[Erlebnisbericht]] oder vor allem im Artikel [[Hinweise zur Reflexion der Lehrerfahrung]].  
 
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Ein [[Portfolio]] ist eine reflektierte Sammlung von Artefakten. Die Zusammenstellung der Artefakte kann man analog oder in Form einer Dokumentensammlung vornehmen. Aus unserer Sicht eleganter ist vermutlich die Erstellung eines e-Portfolios mit [eportfolio.hs-weingarten.de Mahara]. Mit Mahara lassen sich einfach Artefakte sammeln und zueinander in Beziehung setzen.
  
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Wie wollen Sie lehren? Was für eine Lehrperson wollen Sie sein?  
 
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Die Lehrphilosophie ist ein dynamisches Konstrukt, das sich mit jeder Reflexionsschleife weiterentwickelt. Folgende Leitfragen sollten Sie sich dafür regelmäßig stellen (Quelle: [[https://www.fu-berlin.de/sites/qualitaetspakt/lehrqualifizierung/PdfsBilder/Lehrportfolio-im-Zertifikatprogramm-SUPPORT-fuer-die-Lehre.pdf | Leitfaden Lehrportfolio der FU Berlin]]):  
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Die Lehrphilosophie ist ein dynamisches Konstrukt, das sich mit jeder Reflexionsschleife weiterentwickelt. Folgende Leitfragen sollten Sie sich dafür regelmäßig stellen (Quelle: [https://www.fu-berlin.de/sites/qualitaetspakt/lehrqualifizierung/PdfsBilder/Lehrportfolio-im-Zertifikatprogramm-SUPPORT-fuer-die-Lehre.pdf Leitfaden Lehrportfolio der FU Berlin]):  
  
 
* Was heißt für mich „gute Lehre“ in meinem Fach?
 
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* Kollegiale Hospitationen, Beratungen, ...
 
 
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* Lehr-Zertifikate, wie das [[GHD-Zertifikat]] oder das demnächst veröffentlichte [[RWU-Zertifikat projektbezogener Lehre]]
 
* Projekte
 
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* Arbeitskreise, Gremien, Komissionen
 
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* Kollegiale Hospitationen, Beratungen, ...
 
* Betreuung von Qualifikationsarbeiten
 
* Betreuung von Qualifikationsarbeiten
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Die folgende Fragesammlung kann Ihnen helfen, Ihre Lehre zu reflektieren:
  
 
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Aktuelle Version vom 8. November 2019, 07:54 Uhr

Lehrportfolio Begriffe . Icons by Nound Project . Eigene Darstellung . CC-BY-SA 4.0


Das Lehrportfolio dokumentiert Ihre Entwicklung als Lehrpersönlichkeit und kann dem Antrag der Leistungszulage oder ihren Bewerbungsunterlagen beigelegt werden.

Im Folgenden ist der Aufbau eines möglichen Lehrportfolios beschrieben. Alternativen finden Sie z.B. im Artikel Erlebnisbericht oder vor allem im Artikel Hinweise zur Reflexion der Lehrerfahrung.


Lehrportfolio erstellen[Bearbeiten]

Ein Portfolio ist eine reflektierte Sammlung von Artefakten. Die Zusammenstellung der Artefakte kann man analog oder in Form einer Dokumentensammlung vornehmen. Aus unserer Sicht eleganter ist vermutlich die Erstellung eines e-Portfolios mit [eportfolio.hs-weingarten.de Mahara]. Mit Mahara lassen sich einfach Artefakte sammeln und zueinander in Beziehung setzen.


Dimensionen[Bearbeiten]

kurzum: Sachdimension, Kommunikation, Kognition

  1. Dimension: Was ist objektiv da? Also Welche Inhalte mit welchen Methoden in welchen Rahmen und wofür habe ich mich eingesetzt ...also alles Sachverhalte die man klar benennen kann
  2. Dimension: Wie wird etwas kommuniziert bzw. als Botschaft aufgenommen, wie erfahre ich meinen Unterricht, was sagen die Studierenden und wie ist sonstiges Feedback und Erwartungs-Erwartungen?
  3. Dimension: Wie denke ich? Reflexion eigener Lernprozesse, Einstellung, Lehr-Philosophie auch vor dem Hintergrund des Leitbildes guter Lehre.

Einzelteile[Bearbeiten]

Lehrkontext[Bearbeiten]

Rahmenbedingungen des Fachs, Studiengangs ihrer Fächerkombination. Reflektieren Sie die Beziehung Ihrer Lehrveranstaltung zum Gesamtkontext und zum Leitbild der Lehre

Umfang ~ein Absatz.

Lehrphilosophie[Bearbeiten]

Wie wollen Sie lehren? Was für eine Lehrperson wollen Sie sein?

Die Lehrphilosophie ist ein dynamisches Konstrukt, das sich mit jeder Reflexionsschleife weiterentwickelt. Folgende Leitfragen sollten Sie sich dafür regelmäßig stellen (Quelle: Leitfaden Lehrportfolio der FU Berlin):

  • Was heißt für mich „gute Lehre“ in meinem Fach?
  • Wie sehe ich meine Rolle als Lehrende/Lehrender an der Hochschule?
  • Was motiviert mich zu lehren?
  • An welchen Vorbildern orientiere ich mich?
  • Was können Studierende von mir erwarten?
  • Was erwarte ich von den Studierenden?
  • Warum bevorzuge ich bestimmte Lehrverfahren?

Eigene Lehrpraxis[Bearbeiten]

Praktische Umsetzung der Lehrphilosophie mit Beispielen, häufig verwendeten Methoden und einer Übersicht über das gesamt Lehrspektrum.

Rückmeldungen[Bearbeiten]

Lehrevaluationen, andere Bewertung Preis für gute Lehre und die eigenen Reaktionen darauf.

Engagement für die Lehre[Bearbeiten]

z.B. in tabellarischer Form.

  • Fort- und Weiterbildungen
  • Lehr-Zertifikate, wie das GHD-Zertifikat oder das demnächst veröffentlichte RWU-Zertifikat projektbezogener Lehre
  • Projekte
  • Arbeitskreise, Gremien, Komissionen
  • Kollegiale Hospitationen, Beratungen, ...
  • Betreuung von Qualifikationsarbeiten
  • Lehrpublikationen, SoTL

Ausblick auf künftige Lehrtätigkeit[Bearbeiten]

Welche Veränderungen sind geplant, welchen internen Fokus legen Sie fest, welche Forschungsfrage beschäftigt Sie in der Lehre? Was wollen Sie mit und bei der Lehre als nächstes herausfinden?

Mein Lernprozess[Bearbeiten]

Wann hatten Sie neue Erkenntnisse bezogen auf die Lehre, was war der Auslöser, welche Informationsquellen legten Sie zu Grunde? Können Sie solche Momente in Zukunft gezielt evozieren?

Sammlung systemischer Fragen[Bearbeiten]

Die folgende Fragesammlung kann Ihnen helfen, Ihre Lehre zu reflektieren:

  • eine scheinbar paradoxe Frage:
    • Wie verhindere ich Bildung bzw. wie sabotiere ich unbewusst meine Lehre:
  • Individuelle Ebene:
    • Eifriges Vorbereiten als Schutz vor den Studierenden?
  • Didaktisch:
    • Lasse ich genug Raum für Störungen, Interaktion und Unvorhergesehenes?
    • Verwechsel ich analytische und performative Ebenen?
  • Kollegial:
    • Fehlt mir die Anerkennung?
    • Warum rede ich nicht mit meinen Kolleginnen über gemeinsame Themen und zusammenhänge?
  • Interaktion:
    • Wie verteile ich Anerkennung?
    • Wie könnte ich damit die Lage meiner Studis verkennen?
  • Strukturell:
    • verhindern mediale und institutionelle Settings Kontingenz?
  • Epistemologisch:
    • Wie gehe ich damit um, dass ich selbst erlerntes nicht wieder verlerne?
    • Wie nehme ich den Punkt ein, an dem ich es noch nicht wusste?
  • Statusfrage:
    • Wie wichtig ist mir die Position in der Klasse?
    • Brauche ich diese Aufmerksamkeit? ...schließlich motiviert mich das ja auch... aber es kann auch dazu führen, dass ich deswegen meine Studierenden unbewusst klein halte?

Referenzen, Quellen, Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Hochschuldidaktische Zertifikate, die in Lehrportfolio fordern[Bearbeiten]